#24 Live aus der Praxis
Shownotes
„Jeanine, du hast kleine Kinder nicht nur in der Theorie begleitet, sondern im Kita-Alltag. Wann hast du gemerkt: Kinder brauchen viel mehr, als das System ihnen oft geben kann?“
In dieser Folge von „Auf den Anfang kommt es an“ spreche ich mit Jeanine. Sie ist Erzieherin in Berlin und kennt den Alltag in Kindertageseinrichtungen aus eigener Erfahrung. Sie weiß, wie sehr Fachkräfte sich bemühen und gleichzeitig erleben müssen, dass sie den Bedürfnissen sehr junger Kinder nicht immer so gerecht werden können, wie sie es eigentlich möchten. Wir sprechen darüber, was ein kleines Kind in den ersten Lebensjahren wirklich braucht. Über Bindung und Beziehung, über Co-Regulation, über Stress und darüber, was passiert, wenn ein Kind zu lange mit seinen Gefühlen allein bleibt. Aber wir sprechen auch über die Menschen, die täglich versuchen, Kinder unter schwierigen Bedingungen gut zu begleiten. Denn es geht nicht darum, Erzieherinnen und Erzieher an den Pranger zu stellen. Es geht darum, ehrlich hinzusehen. Was macht es mit einem einjährigen Kind, wenn eine vertraute Person für viele Kinder gleichzeitig da sein muss? Was bedeutet es für ein Kind, wenn niemand zeitnah auf sein Weinen reagieren kann? Was geschieht, wenn Anpassung mit guter Eingewöhnung verwechselt wird? Und woran erkennen wir eigentlich, dass ein kleines Kind wirklich sicher ist und nicht einfach nur still geworden ist? Jeanine gibt in diesem Gespräch einen sehr persönlichen und ehrlichen Einblick in die Praxis. Eine Folge über Kinder, die noch keine Worte dafür haben, was sie brauchen. Über Fachkräfte, die häufig sehr genau wissen, was Kinder brauchen, es unter den gegebenen Bedingungen aber nicht immer leisten können. Und über unsere gemeinsame Verantwortung, Bedingungen zu schaffen, unter denen frühe Betreuung nicht nur organisiert werden kann, sondern Beziehung möglich bleibt. Gesellschaft für frühe Bindung e. V.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich Willkommen zu.
00:00:01: Auf den Anfang kommt es ein.
00:00:03: So heißt der Podcast der Gesellschaft für frühkindliche Bindung, wir sind ein gemeinnütziger Verein und setzen uns für eine Wende in der Frühbetreuung ein.
00:00:11: Mein Name ist Claudia Stolz und ich bin mit im Vorstand der Gesellschaft Und ich habe... Ich grinse total wenn ihr das sehen könntet weil ich hab nämlich heute Janine im Podcast und Janin Ist Krippenerzieherin.
00:00:25: sie arbeitet in der Krippe mit Kindern also direkt zusammen Ja, lebt in diesem ganzen Metier über das wir reden.
00:00:34: Wir können ja immer so viel und schön theoretisch irgendwelche Dinge sagen aber die Menschen, die jeden Tag Gefühle begleiten, Eltern begleiteten, Kinder begleitete und wirklich vor Ort sind und das spüren.
00:00:48: Ich glaube das sind die wahren Expertinnen auf diesem Gebiet und deswegen freue ich mich so sehr Janine dass du da bist und vielleicht stellst du dich einfach selber vor sagst so viel wie du sagen möchtest und ja jetzt schon mal großen dank dass Du da bist.
00:01:02: hallo Janin.
00:01:04: Hallo Claudia Ja vielen Dank für diese Einladung!
00:01:07: Ich freu mich total, ja ich bin Janine Und ich arbeite seit sieben Jahren, acht Jahren glaube ich mittlerweile in der Krippe und begleite da die Kinder zwischen ein und drei Jahren, dreieinhalb manchmal auch.
00:01:26: Genau!
00:01:26: Ich bin in Berlin in eine Einrichtung und ich freue mich jetzt einfach auf unser Gespräch.
00:01:33: Ich habe Janine gefragt, weil wir ein sehr intensives Gespräch hatten und ich halt rausgehört hab dass du Janin sehr nah am Kind bist.
00:01:43: Deinen Job wirklich sehr sehr liebst aber auch immer wieder so an ja also auch an deine Grenzen kommst und ich würde gerne einfach mal mit dir so einen Ablauf durchgehen.
00:01:54: wie ist das denn?
00:01:55: in welchem Alter kommen Kinder bei euch an?
00:01:59: Und wie kommen die eigentlich bei euch?
00:02:03: Also bei uns gewöhnen wir einen Kinder, die ein Jahr sind also zwischen ein und zwei Jahren oder gut zwei Jahre sind.
00:02:13: Die sind bis zum dritten Lebensjahr manchmal ein bisschen drüber hinaus bei uns und weg sind dann halt zu den größeren.
00:02:20: Und es ist tatsächlich so dass wir bei uns in der Krippe auch gucken das Wir den Anteil der ganz kleinen Einjährigen gering halten, weil das eine sehr große Herausforderung für sie ist.
00:02:38: Also sprechen wir jetzt von den Einjährigen.
00:02:41: die kommen bei uns an mit ihren Eltern an ihrem allerersten Tag und müssen sich erstmal Orientierung verschaffen.
00:02:51: Und es kann länger dauern, es kann weniger lang dauern.
00:02:59: Die Eltern begleiten da, die Kinder.
00:03:02: Sie sind da, sie sind der sichere Hafen ja?
00:03:05: Sie wissen davon.
00:03:06: daraus kann ich gucken und sobald sie halt sich etwas sicherer fühlen und lösen sie sich auch und das ist aber wirklich von Kind zu Kind unterschiedlich Und es ist für uns Es ist eine Arbeit wenn wir jetzt dahin gehen dass zum Beispiel dieses Berliner Bildungsprogramm, wo auch drin steht.
00:03:36: Ja nach drei Tagen passiert dann das und dass, dann kommt die erste Trennung und nach so vielen Tagen das.
00:03:42: Danach dürfen wir uns überhaupt nicht richten.
00:03:46: Die Kinder sind so unterschiedlich und ein kleines Kind von einem Jahr was seine Bindung dies aufgebaut hat zu seinen Eltern noch stärken muss, kräftigen muss.
00:04:07: Das darf nach reifen.
00:04:09: Ist das natürlich ein wahnsinniger Schritt und da kann ich nicht sagen... Ich mache nach drei Tagen eine Trennung wenn das Kind nach drei Tage noch gar nicht bereit dafür ist und ich noch gar die Zeit hatte eine Beziehung oder in Richtung Bindung zu gehen.
00:04:33: Das braucht Zeit, das braucht Energie und jeden Tag gibt es für diese Kinder was Neues, was sie noch nicht erlebt haben.
00:04:41: und das ist so viel.
00:04:42: und tatsächlich wir haben dreizehn Krippenkinder bei uns.
00:04:49: Und wie geht
00:04:50: der Sohenseite mit diesen dreizehn Kindern?
00:04:53: Wir sind wenn es gut läuft zu dritt
00:04:58: Okay, aber das bedeutet im Alltag häufig.
00:05:00: Es kann mal jemand krank sein, jemand ist auf Fortbildung.
00:05:03: Jemand muss was anderes im Haus erledigen, Dokumentation.
00:05:06: Es fehlt jemand in einer anderen Gruppe oder so?
00:05:09: Dass man dann zu.
00:05:09: zweites kann es auch vorkommen, dass man vielleicht mal alleine ist mit drei Zehn Kindern?
00:05:15: Ja also das kam schon einmal vor.
00:05:17: da wird natürlich geguckt, dass es nicht lange ist Aber die Situation gab's tatsächlich noch gar nicht lange, dass ich eine Stunde auch allein war.
00:05:27: Ich hatte zwei Eingewöhnungen und beide klein.
00:05:32: Und es ist wirklich ... Sonst gab's zwei Aspekte in dem Moment für mich, ich war sehr stolz weil ich das mit viel Ruhe hinbekommen habe.
00:05:42: Dieses Stolzsein bringt mich aber nicht weit, weil dieses System halt einfach nicht richtig ist.
00:05:48: Ich kann mich nicht auf die Ebene des Kindes einlassen wenn kein Raum dafür ist.
00:05:57: Ich betreue auch Kinder, also auch Krippenkinder.
00:06:00: Und ich sage immer es passen drei Kinder auf meinen Schoß und irgendwie passen nicht mehr auf meinen schoß.
00:06:05: Also wenn so ein Worst Case ist und alle drei brauchen mich oder mehr Kinder brauchen mich dann ist mein Schoßen auch meine Möglichkeit mit drei Kindern ausgeschöpft.
00:06:15: und besonders bei so kleinen Menschen die ja über den ... weil du sagst das eben die müssen erstmal ankommen eine Beziehung aufbauen und dass sowas nach drei Tagen nicht passieren.
00:06:25: wenn man sich ja auch vorstellt, wie lange es dauert bis ein Kind die Beziehung zu seinen Eltern aufgebaut hat.
00:06:32: Zu seinem primären Bezugsperson im meisten Fall ja zur Mama.
00:06:36: Also was ist da vorher schon alles passiert, dass das Kind irgendwann den Gefühl hat?
00:06:41: Das ist meine primäre Bindungspersonen die ich ja dafür brauche um den sicheren Hafen verlassen zu können.
00:06:48: Ich bin ja angedockt mit einem unsichtbaren Band an diese Person aber das kann nicht mehr als kleiner Mensch erklären sondern es ist ein Gefühl und dieses Gefühl entsteht hier über eine lange lange lange Zeit.
00:07:01: Und was glaubst du?
00:07:03: Wie kommt es dazu, dass Menschen tatsächlich glauben, dass das so schnell eben geschehen kann?
00:07:10: Dass man den Kindern diese Kompetenzen einfach schon zuspricht.
00:07:16: Das ist eine gute Frage!
00:07:17: Die Frage stelle ich mir auch immer wieder wie so wird es erwartet, dass so einfach geht?
00:07:26: weil wir tatsächlich auch Fälle haben.
00:07:29: Das Kind ist vierzehn Monate alt, war schon vorher in einer Einrichtung und wechselt jetzt zu uns.
00:07:37: Das Kind hat gerade angefangen etwas in eine Einrichtungen aufzubauen und wird da wieder rausgenommen und woanders hingebracht Und muss sich wieder neu einstellen.
00:07:50: Ich komme da tatsächlich auch nicht ran wieso das erwartet?
00:07:54: wird dieses Funktionieren an der Stelle wenn doch Eltern heutzutage auch viel darauf gucken, was das Kind braucht.
00:08:06: ihn auch versuchen zu ermöglichen, dass da hinzugucken und dem nachzugehen.
00:08:13: Und an der Stelle wird aber etwas erwartet, was einfach fast unmöglich ist würde ich jetzt sagen.
00:08:21: Ich erlebe auch so wahnsinnig Zugewandte Bemühte Eltern im ersten Lebensjahr.
00:08:32: Und da habe ich manchmal das Gefühl, dass es dann so ein Cut gibt am Ende des ersten Lebensjares und ja das was mit viel Schwierigkeit zu Hause kaum zu händeln ist in einer Institution man sich das für möglich vorstellt.
00:08:51: Aber du hast eben darüber gesprochen, dass das System die Möglichkeiten einfach nicht hergibt.
00:08:57: Was glaubst du denn oder was würdest du dir denn wünschen?
00:09:00: Wie könnte Dinge sein, damit bessere Arbeitsbedingungen für so wunderbare Erzieherinnen geschaffen werden.
00:09:11: Also dass man das dieser Job Ich finde, das ist der allerwichtigste Job, den es überhaupt gibt.
00:09:18: Und wenn wir uns jetzt mal die Gehaltsspannen angucken zwischen einem Gymnasial-Oberstufenlehrer und einer Erzieherin in der Krippe oder einer Tagespflegeperson haben wir eine sehr große Diskrepanz.
00:09:33: Dass Leute diese Diskrepanzen läuft aber für mich in die falsche Richtung.
00:09:38: Was ihr leistet oder auch was ich leiste, aber ich habe es in einem ganz kleinen Rahmen eher privat.
00:09:43: Also ich bin nicht institutionell in der Krippe.
00:09:46: Das ist Fundamentgestaltung am Lebensanfang?
00:09:50: Absolut, absolut!
00:09:52: Das ist...was sich bei mir jetzt auch nochmal rauskristallisiert hat, ist das Die sozial-emotionalen Entwicklung viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt und das brauchen wir von Anfang an.
00:10:10: Wir können nicht erst später damit anfangen, ja?
00:10:14: Wir müssen das vom Kleinauf an aufbauen und da ist genau das was du gerade sagst so diese Spanne, diese Schere.
00:10:21: wieso?
00:10:22: Warum da?
00:10:24: Das fängt bei uns an!
00:10:26: Bei den ganz kleinen... Diese sozial-emotionale Entwicklung, Beziehung aufbauen, Bindung aufbaut.
00:10:34: Wie reguliere ich mich?
00:10:36: Meine Gefühle ist jemand da, der mich begleiten kann!
00:10:40: Das können wir nicht so gewährleisten.
00:10:43: und das was mich immer so schmerzt dann Ich kann nicht immer so da sein wie ich es gerne möchte.
00:10:50: Ja, ich habe dreizehn Kinder Und es gibt Tage So viel Platz auf meinem Schoß habe ich nicht.
00:11:01: Naja, jetzt ist das Kind drei und dann wird nur ein Zahlen gedacht und ab sofort fällt der Schlüssel runter und das Kind braucht jetzt nicht mehr soviel Aufmerksamkeit.
00:11:12: Nein stopp!
00:11:14: Das Kind braucht genauso diese emotionale Aufmerksamkeit wie ein zweijähriges.
00:11:20: Es gibt einen Unterschied, den will ich gar nicht bestreiten natürlich.
00:11:25: Aber
00:11:26: was ich sehe ist auch die dreijährigen oder ein dreieinhalbjährig ist das wir noch haben.
00:11:32: Das braucht es und ich merke bin ich Eingewöhnungen habe Kleine ganz kleine Und Ich habe nur mein Fokus auf die weil das einfach meine Arbeit ist aber meine Arbeit die anderen im Blick zu haben.
00:11:47: Aber das gibt gar nicht und ich merke an... Nicht alle Kinder, aber es gibt Kinder, die reagieren sofort darauf dieses Verhalten was dann gezeigt wird.
00:11:57: und ich denke wow Moment!
00:12:00: Woher?
00:12:00: Warum?
00:12:01: Okay Das und dass Ah kriegt im Moment weniger Aufmerksamkeit Braucht mehr Nähe damit des sich regulieren kann, dieses Stresslevel.
00:12:13: Das steigt so immens an und ist spürbar im Verhalten des Kindes.
00:12:19: Und das ist so wo ich mich... Ich fühle mich da oft so zerrissen weil ich dem einfach nicht gerecht werden kann.
00:12:26: Du hast mich gefragt was würde ich mir wünschen?
00:12:30: Ich würde mir wünschten dass es in Einrichtungen eine maximale Gruppengröße von acht gibt mit drei Erziehern.
00:12:40: Das wäre so mein Wunsch, da kriege ich auch eine Gänse raus.
00:12:44: Dass das einfach möglich und machbar wäre um dem gerecht zu werden wenn die Kinder so früh kommen zu uns.
00:12:53: Und es hört sich ja gar nicht nach einem Hexenwerk an?
00:12:56: Nein!
00:12:57: Es ist jetzt nicht so weil damit das wirklich richtig verstanden wird.
00:13:02: Es geht niemals in der Gesellschaft für frühe Bindung darum dass wir gegen Irgendetwas sind, dass wir gegen Klippen sind.
00:13:10: Dass wir gegen Betreuung sind und es uns ist ganz klar das Betreuungen gebraucht wird.
00:13:16: Wir kommen also da kommen wir... Also wollen wir auch gar nicht von weg oder da kommen ja auch gar nichts von weg.
00:13:21: aber der Fokus also wenn wir schon gesellschaftlich unsere Entwicklung die ganze wirtschaftliche Entwicklung auf die Schultern von diesen kleinen Menschen stützen weil diese kleinen Menschen müssen in die Betreuungs damit die Eltern auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, damit die ganze Wirtschaft irgendwie laufen kann.
00:13:42: Das heißt, die Kleinen kommen auf die Welt und haben schon eine wow verdammt große Aufgabe in diesem Gesamtsystem.
00:13:49: Aber in diesen Gesamtsystem bekommen sie die geringste Aufmerksamkeit und die gängste Wertschätzung.
00:13:55: Und das ist ihr Lebensanfang!
00:13:57: Dieser Lebensanfang begleitet Sie ja durch das ganze Leben.
00:14:01: Uns geht es darum, eine Wende in der Frühbetreuung zu erreichen, Anfang den Fokus bekommt, den er braucht.
00:14:10: Und du schilderst jetzt drei auf acht und das ist ja nicht unerreichbar wenn wir sehen wo halt auch Gelder aber da möchte ich gar nicht reingehen irgendwie investiert werden.
00:14:23: Wir minimieren ja auch Folgekosten.
00:14:26: Ich habe letzte Nö vor drei Tagen noch gelesen oder in der Tagesschau sogar gesehen dass in Berlin ganz viel an Schulen so eine unfassbar hohe Gewalt herrscht.
00:14:40: Und dann wurde auch berichtet, dass Kinder so vorrohen und du hast eben von der sozial-emotionalen Entwicklung gesprochen.
00:14:46: Wenn wir von Fundamentgestaltung reden und wissen in der Zeit, in der die Kinder bei dir sind, in den sie ankommen bei dir ... Der erste Schritt außerhalb der Familie ins Leben wie funktioniert das denn da?
00:14:59: Und wenn man dann erlebt dass es zu einer Vorrohung kommen kann.
00:15:04: Dann darf man sich ja in der Schule nicht darüber wundern, aber wenn wir dann dort anfangen, ist das zu spät!
00:15:10: Also wir würden sogar Kosten sparen, wenn wir sie investieren würden in euch damit ihr wirklich gut arbeiten könnt.
00:15:18: Ja genau so ist es.
00:15:20: Da musste hingeguckt werden an den Anfang.
00:15:22: Auf den Anfang kommt das an.
00:15:25: Es ist einfach so weil alles weitere kommt dann dass so viel da erwartet wird, dass die Kinder da durchgehen und auch versucht werden kognitiv ganz viel abgeholt zu werden.
00:15:42: Das sehe ich als sehr schwierig an!
00:15:45: Man sagt ja auch oft, also ganz häufig.
00:15:47: Ich bin Uma von einem elfen Monate alten Jungen und ich krieg sofort nur mein Gesicht die Kinder zuvor.
00:15:57: Blöde direkt weg wenn ich an dieses Kind denke.
00:16:00: Und jetzt bekomme ich aber mit weil ich in der Zielgruppe quasi bin und dann ja auch immer Gespräche führe und bekomme hier auch die Argumente pro Krippe mit.
00:16:12: Und ein Argument ist eben, na ja also ganz viel ist ich kann meinem Kind das nicht bieten was die Menschen in der Kripe meinem Kind bieten.
00:16:22: dort sind pädagogische Fachkräfte und ich bin doch in Anführungsstrichen nur alleine mit meinem Kind hier und deswegen soll mein Kind in die Krippen und weil ich möchte es ihm nicht vorenthalten und es braucht andere Kinder.
00:16:37: Wie sieht denn das, also dass als Wunsch und Vorstellung einer Mama eines Papas?
00:16:43: Und wie sieht denn die Realität aus?
00:16:47: Also ja, da darf man natürlich immer auch annehmen.
00:16:53: Und diesen Wunsche anerkennen und diese Gedanken auch.
00:17:01: ein Kind in dem Alter von einem Jahr braucht nicht viel Es braucht seine Bindungsperson, seine ersten Bezugsperson damit Gefühle dort koreguliert werden können.
00:17:20: Und die Beziehung dazu und jemanden der da ist.
00:17:27: Wenn es dann noch was Schönes Sensorisches ist wie der Garten- und Erde- und Matchepampe, dann sage ich das der Himmel auf Erden für ein Kind.
00:17:40: Es ist noch nicht notwendig, dass es täglich sich in meinem Fall mit zwölf weiteren Kindern auseinandersetzen muss.
00:17:51: Das spricht natürlich nicht dagegen, dass ein Kind ein anderes Kind braucht im Anführungszeichen!
00:18:00: Aber dass dieser Kontakt, also die finden das ja schön.
00:18:04: Also dass jemand auf Augenhöhe, oh der macht auch so eine Geräusche wie ich.
00:18:08: Das ist total schön diese Interaktion zu sehen und sie auch zu haben für eine halbe Stunde, für eine Stunde in diesem Alter begleitet von dem Bezugspersonen dann ist das alles im Rahmen
00:18:25: Mein Kind ist ja eben und von der Bezugsperson, mit dem das Kind connected ist.
00:18:29: Also wo das Kind doch das Gefühl hat, es geht ja automatisch dann zu der Person, zu der es connectet ist oder damit er halt diese Bindung hat.
00:18:36: Ich durfte letzte Woche dabei sein wie mein Enkel ein anderes Kind kennengelernt hat also die Mamas haben sich getroffen und sie sind beide relativ gleich alt als Roundabout ein Jahr.
00:18:48: Und die haben sich kennengelernt und man hatte so einen sehr gut ausgeschlafen Playdate zu zweit und ich war dabei.
00:18:57: Und ich habe mich da so hingesetzt, hab das beobachtet.
00:19:00: Ich fand es ultra spannend!
00:19:02: Die beiden fanden sich super, aber dann ist halt der eine zur anderen und dann wurde halt mal so geguckt was hast du denn dafür?
00:19:11: Eine Nase oder ein bisschen zu rupig an der Nase gezogen oder ins Gesicht gegriffen.
00:19:18: Dann ging sofort auch der Blick zum Mama
00:19:21: Ja.
00:19:21: Und dann kam die Rückmeldung, alles okay!
00:19:25: Ich bin da und ich glaube das war gerade gar nicht so feste oder?
00:19:29: Dann war irgendwie ein Spielzeug was man gerne haben wollte und dann auf einmal kommt der Frusten, dann ist man zur Mama gekrabbelt und schnell auf den Schoß, dann war dreißig Sekunden Mama und dann ging es wieder los.
00:19:42: Was macht denn ein Kind wenn es so einen Moment erlebt in der Krippe?
00:19:53: also Bindung wird ja nur gesucht, wenn... Wie nennt man das jetzt noch mal?
00:19:58: Bindungsverhalten wird nur aktiviert.
00:20:01: Wenn auch eine Situation ist wo ich jemand nenne.
00:20:03: Was Angst macht und was ungewohntes ist, dann sucht man den sicheren Hafen.
00:20:10: Manchmal auch nur mit Blick.
00:20:12: Genau!
00:20:13: Und jetzt stelle ich mir vor ein Kind in der Krippe, schaut sich um Aber wo dockt es denn an?
00:20:25: Im besten Fall bei uns, wenn wir es wahrnehmen können.
00:20:29: Wenn es sichtbar ist und sich das auch sucht.
00:20:31: Und wir auch immer gucken dass die Kinder da hinführen, dass sie auch uns suchen.
00:20:38: Das ist ja auch dieser ganze Prozess von der Eingewöhnung, diese Bindung.
00:20:42: Dass Sie merken... Oh, ich weine und da ist aber auch jemand.
00:20:46: Dass wir da auch versuchen in unserem Rahmen einfach das muss ich so sagen, in unserem Raum schnellstmöglich darauf zu reagieren.
00:20:55: Da auch wieder wenn du das so sagst wäre für mich jetzt ganz klar was brauchst du dafür um das leisten zu können?
00:21:01: Und das kriegst Du!
00:21:04: Das kriege ich zur Verfügung und das kannst du dann machen.
00:21:07: und ja Dann wäre tatsächlich diese Sache möglich.
00:21:11: Aber die Situation haben wir halt nicht So wie ich dich kenne und die Gespräche, mit dir führe.
00:21:17: Und ich kenne viele, viele, vielen Krippen.
00:21:20: Habt ihr ja nun wirklich einen sehr guten Umgang miteinander in der Krippe?
00:21:24: Das ist so, dass ihr dort in der Grippe ... euch einig seid, wie eurer Arbeit zu funktionieren hat.
00:21:30: Auch das ist ja oftmals in anderen Kitas nicht so, dass da also durchaus eine schlechte Stimmung im Team ist oder auch noch ganz andere Probleme da die Rahmenbedingungen sprengen können und auch das ist etwas.
00:21:45: in diesem Stimmungsmilieu befindet sich das Kind ja auch.
00:21:49: Genau!
00:21:52: Bin ich sowas von dankbar, muss ich wirklich sagen.
00:21:55: Dass ich da eine Kollegin habe mit der auch jetzt seitdem ich in dieser Einrichtung bin seit sechs Jahren also fünf und ein halb Jahren wir direkt in einer Krippe zusammenarbeiten Ich hatte so viel Glück.
00:22:07: Also das ist was.
00:22:09: Wir sind nicht immer einer Meinung aber Das muss auch nicht sein Aber wir treffen uns immer da wo es richtig ist Und wir verstehen, was wir wollen.
00:22:20: Wir wissen, was ist wichtig für die Kinder?
00:22:22: Wo wollen wir hin?
00:22:23: Welchem Rahmen wollen wir den Kindern bieten?
00:22:26: Worauf kommt es an und schrauben da Sachen auch runter?
00:22:30: also na wir brauchen nicht dies und jenes.
00:22:35: Also wir haben einen.
00:22:37: wir wissen wir wollen raus wir wollen in der Natur sein wir wollen den Kindern die Sensorik sensorische Erfahrungen möglich machen und einfach für sie präsent sein und da sein, wenn sie etwas brauchen.
00:22:51: So ist es einfach so das A und O für uns.
00:22:55: Da bin ich einfach sehr dankbar dass ich genau das, weil das ist... Ich habe ja euer Buch gelesen die Krippenlüge und es Schmerz zu sehr zu lesen was darin steht, was in Einrichtungen passiert, was los ist, was die Anke Baalmann Sieht immer in den Einrichtungen.
00:23:15: und wenn ich das so lese, dann denke ich so nein ist bei uns nicht so.
00:23:18: Und vielen Dank und schönen dass es nichts ist weil ich könnte sonst da sowieso nicht arbeiten.
00:23:22: also das wäre für mich auch ganz klar.
00:23:24: dafür bin ich wirklich sehr dankbar.
00:23:27: Dass das gegeben ist
00:23:28: Also das also Es geht nicht darum irgendwie Wie gesagt irgendwas anzuschwerzen oder hin und her sondern es ist Realität die wir beobachtet haben und die Eltern.
00:23:41: Also es hören ja viele Eltern unseren Podcast und an dieser Stelle, also ich finde's immer sehr wichtig.
00:23:46: Und ich würde interessieren wie du das als Fachkraft vor Ort siehst... Ich finde es sehr wichtig, dass Eltern sich ein gutes Bild machen von der Einrichtung.
00:23:57: Dass Eltern gucken wer ist denn wirklich mit meinem Kind in der Interaktion und diese Menschen auch ein Stück weit kennenlernen so weit wie's irgendwie möglich ist und eben als Teil des Ganzen betrachtet werden Und nicht so als Störfaktor.
00:24:17: Also oftmals ist es so, dass Eltern schnell auch nicht mehr dabei sein sollen.
00:24:22: Dass Eltern irgendwo geparkt werden wo sie passiv auf einem Stuhl sitzen und sich eben nicht mit einbringen.
00:24:30: Das Ganze ist ja nicht participatorisch sondern eher so wir übernehmen jetzt euer Kind aber das wäre gut wenn ihr schnell weg seid.
00:24:39: Was gibt es denn für Faktoren, wo du aus krippenpedagogischer Sicht sagt da sollte man wirklich drauf achten?
00:24:47: Das sind irgendwie das sind so no-go's und das sind Dinge die einfach wichtig sind.
00:24:54: woran kann ich erkennen dass ich in einer Krippe bin wo Menschen sind die sich wirklich bemühen oder kann man das überhaupt erkennen?
00:25:03: Ja, man kann es erkennen.
00:25:05: Ich glaube, man muss manchmal nur genau hingucken ob der richtige Alltag ist oder ob sich da etwas zeigt was nicht immer so stattfindet.
00:25:17: ich finde es einfach wichtig zu zeigen dass die Pädagogen also Interesse ich sag mal an der Familie haben das wenn auch ins Gespräch geht mit den Eltern.
00:25:32: Ich finde das wichtig.
00:25:33: und die Kontaktaufnahme zum Kind, also wie verläuft die?
00:25:38: Wie geht die Kolleginnen auf Augenhöhe mit dem Kind?
00:25:44: Wie präsent ist sie?
00:25:47: Wie einfühlsam ist sie?
00:25:49: ich muss dazu sagen bei uns sitzen auch die Eltern Also die sitzen auch auf einem Stuhl aber sie sind da ja Sie sind da.
00:25:56: Und des kind Wenn es in einem anderen, also wir haben zwei Räume.
00:26:00: Wenn das soweit schon ist, dass es in einen anderen Raum geht von alleine und dann aber merkt irgendwas ist komisch ich will mal um die Ecke und gucken gehen Dann tut es das.
00:26:12: Also das muss gegeben sein.
00:26:13: Es darf nicht davon abgehalten werden Ja Dass es zu seinem sicheren Hafen zurückgeht.
00:26:20: ja Das sagen wir auch den Eltern ihr seid da wenn es komisch ist dann das euer Kind zurückkommen kann.
00:26:28: Und das ist alles gut, sich da wieder auftanken kann dass es gegeben ist und dann wenn es möchte wie der losgeht oder der Pädagoge wieder kommt und nochmal also noch die Beziehung zu intensivieren.
00:26:39: ja auch was ich wichtig finde ist darauf zu achten wenn wenn das diese Trennung nicht so früh stattfinden.
00:26:48: ich glaube dass da oft Ja, ich weiß nicht.
00:26:53: So wenn ich nach eurem Buch so ein bisschen auch gehe was ich da so lese habe ich so einen Bild von mir wo das einfach zu oft passiert.
00:27:01: Wir sagen unseren Eltern immer und ich finde es ist wichtig dass die Eltern darauf auch gucken wir gucken individuell Was brauchtes Kind?
00:27:09: Wo steht es?
00:27:10: Und wenn wir sehen Dass die Beziehung soweit fortgeschritten ist Dass wir das kind auch trösten dürfen und können dann können wir mit einer zwei Minuten Trennung anfangen und das ist das höchste der Gefühle, womit wir anfangen.
00:27:27: Aber auch erst dann... Das ist ein Punkt, der sehr schwer ist weil auch hier wieder das System drückt und es ganz oft nicht möglich macht Weil Eltern in die Arbeit zurück müssen.
00:27:42: Sie haben ihre drei Wochen für die Eingewöhnung und mehr nicht Und wir stehen extrem unter Druck.
00:27:48: Die Eltern stehen unter Druck Und wir mussten schon Sachen fossieren, die wir nicht wollten.
00:27:54: Wo am Ende aber einfach... Das ging es ist nicht tragbar gewesen!
00:27:59: Es mussten Dinge wieder zurückgeschraubt werden und wir musten dafür auch teilweise schon viel kämpfen.
00:28:07: Wir haben gesagt nein ich möchte bitte also was braucht das Kind?
00:28:12: Also für mich steht das einfach an erster Stelle und wenn das nicht geht, weil das die sahen die Windungsabfrage so groß ist, weil das Kind noch... Das kann sich nicht einlassen.
00:28:27: Der Stresslevel ist so hoch!
00:28:29: Es weint und weint.
00:28:31: Und ich kann es nicht beruhigen.
00:28:34: Dann möchte ich das Kind nicht bei mir haben.
00:28:38: So böse das jetzt vielleicht auch klingen mag aber dass das funktioniert nicht für mich.
00:28:43: Es ist nicht meine Aufgabe.
00:28:45: Da haben wir schon wirklich für gekämpft, dass da geguckt wird.
00:28:48: Nein es muss soweit möglich ist irgendwie geht zurückgeschraubt werden.
00:28:54: Das ist
00:28:55: eine Investition die wenn sich für manche Eltern manchmal hört es sich lang an für Eltern das sie sagen Wir gucken individuell wir wissen's nicht Es kann wirklich einige Wochen dauern Aber ich verstehe das immer so als wirklich sehr, sehr tragende Investition.
00:29:12: Alles was wir da rein investieren zahlt sich am Ende aus.
00:29:16: Wenn Kinder zu früh getrennt werden ist meine Erfahrung dass eben so ein Rückfall sein kann wo wir dann nicht nur bei null anfangen sondern manchmal auch bei minus zehn weil das Kind auf einmal eine Skepsis hat Und immer wieder, er war um Gottes Willen.
00:29:33: Dann sieht es die Eltern kurz nicht und dann ist schon ne Panik da wo vielleicht im ersten Step eine totale Offenheit seitens des Kindes war und man sich so denkt oh mein Gott das läuft so prima für der Tag Mama geh jetzt mal oder Papa und dass man das dann tatsächlich eben nicht macht dass man dem kind die Möglichkeit gibt gut anzukommen und wenn das System dann in Stress gerät Damit es muss ja irgendwo anknüpfen.
00:30:01: Das heißt, diese starke Band zu den Eltern wird das zu euch nicht aufbauen.
00:30:07: Es ist auch nicht die Aufgabe aber es muss zumindest ein Fädchen da sein was so diesen Transport der Information des Gehirns vom Kind an euch leiten kann und sagt okay sie ist zwar nicht die Mama Aber ich habe schon erfahren dass Janina's auch gut macht Und dann kann das Kind sich in deinen Armen beruhigen.
00:30:29: Nur wenn es ja nicht da ist, also wenn... und das ist Zeit!
00:30:33: Anders geht's ja gar nicht.
00:30:34: wie soll das sein?
00:30:34: Es
00:30:34: ist Zeit.
00:30:35: Ja Bindung braucht Zeit Beziehung braucht Zeit.
00:30:41: Das ist auch immer wachsenden Alter noch so.
00:30:45: Jetzt sind die Kinder.
00:30:46: ja Da kommt nur dazu, dass wir zumindest schon denken können was ja die Kleinen eben noch nicht können.
00:30:52: Die Leute sind ja ganz gefühlt!
00:30:54: Die können ja noch nicht wissen, Mama kommt wieder, die wissen das noch nicht.
00:30:58: Sie wissen es noch nicht und das ist auch dieses... Was ich ja mein persönliches Thema auch noch ist Gefühle Und diese werden ganz oft zu schnell weggedrückt.
00:31:15: Wir sagen auch gerne den Eltern bitte, es ist in Ordnung wenn das Kind weint.
00:31:19: Es darf Beinen!
00:31:21: Es darf seine Trauer sein Frust, seine Wut.
00:31:25: Das darf alles da sein.
00:31:26: Es kann alles Raum bekommen.
00:31:29: Ja?
00:31:30: Wichtig ist an der Stelle ja auch zu wissen dass das Kind weil du hast das gerade so schön gesagt wir können ja denken bei uns läuft es funktioniert das schon anders und das ist halt einfach.
00:31:41: Es muss man sich wirklich bewusst machen, weil ich merke diese, dieser kognitive Push halt immer mehr geht mit Einjährigen.
00:31:49: Das funktioniert hier noch nicht!
00:31:50: Es geht über das Gefühl, es geht über den Körperkontakt der präfrontale Cortex vorne.
00:31:57: Der ist erst mit twenty-fünf bis dreißig fertig.
00:32:01: Ja?
00:32:01: Sehr sehr
00:32:02: schwierig!
00:32:05: Jahre.
00:32:05: Genau, was hab ich Tage gesagt?
00:32:07: Nein
00:32:08: nein nein!
00:32:08: Ich habe nur gedacht nicht dass man denken könnte mit dreißig Monaten.
00:32:12: Nein genau ganz wichtig mit zwischen fünf und zwanzigund dreißzig Jahren ganz wichtig das wir da uns kontrollieren können und selber regulieren können.
00:32:23: ja wenn ich habe das total gerne also wenn Eltern hören uns jetzt nur aber wenn sie ihre ausgestreckte Hand nehmen und das das Gehirn ist Und der präfrontale Cortex, unsere Finger sind.
00:32:39: Und es kommt ein Gefühl, ein ganz starkes und dann schließt ihr diese Finger alle einmal runter.
00:32:48: Ihr macht wie eine Faust!
00:32:50: Da ist kein Rangkommen mehr als ich denke.
00:32:53: mal kurz was ich jetzt tue Das ist komplett zu, das ist wissenschaftlich bestätigt gesehen auf einem Gehirnskind.
00:33:01: Das Kind kann sich nicht alleine regulieren.
00:33:05: es braucht die Unterstützung von uns und wenn sie ganz klein sind von ihren ersten Bindungs- und Bezugspersonen um das wieder zu öffnen ja?
00:33:16: Wenn das Gefühl da sein darf und Raum bekommt und gesehen wird dann kann sich die Hand wieder öffnend erfährt, auch wenn ich diese Gefühle habe ist Mama und Papa trotzdem da.
00:33:33: Und das stärkt die Bindung so doll dass ich schon wieder Gänsehaut kriege!
00:33:40: Ich war letzte Woche oder vor zwei Wochen in seiner Prozessbegleitung an Akita und da waren auch total reizende Erzieherinnen, ich bin sehr nett empfangen worden.
00:33:49: Und da war eine Kleine die sah mich dann und irgendwie hat es in ihr irgendwas ausgelöst.
00:33:54: vielleicht dachte so ne dach ja da war doch eben auch die Mama die durch diese Tür gegangen ist und fing halt an zu weinen und ich bin dann so runtergegangen und habe gesagt oh ganz große Tränchen doch schon ein großes Mädchen, du musst doch jetzt nicht weinen.
00:34:12: Die meinte das total nett alles sie hat ja auch gerade mich begrüßt und so... Alles gut!
00:34:18: Das hat die nicht böse gemeint nur Es ist aber böse, weil dieses Kind in seinen Gefühlen nicht gesehen wird.
00:34:26: Da kommt eine fremde Person rein.
00:34:28: das heißt in dem Kind passiert ja was.
00:34:30: und was es jetzt bräuchte wäre eben einen wie analytiker immer sagen erwachsenen weiseren Menschen der dem kind hilft damit zurechtzukommen Weil dadurch lernt das Kind auch in den momenten skill.
00:34:43: ich habe ein gefühl Und dass ist jetzt der umgang damit eben drücken vor rohen oder ich bin die welt ist trotzdem gut auch wenn es dieses gefühl gibt weil das gibt eine lösung dafür.
00:34:57: also es speichert sich entweder etwas primitives ab im kindlichen gehirn oder es speicher jetzt sich eine lösen ab dem kindlichen gehirn und irgendwann in der schule und es passieren dinge und dann greift das kind ja zurück.
00:35:11: was war das denn damals?
00:35:12: also Natürlich denkt es darüber nicht nach, aber das ist ja wie auf dem Computer.
00:35:16: Wenn ich hier auf meinem MacBook auf eine bestimmte Taste drücke, dann passiert da was und zwar das, was hinter diese Taste programmiert wurde?
00:35:24: Ja genau!
00:35:27: Und so ist es bei den Kindern auch.
00:35:29: Dann sind wir wieder da, wo wir angefangen haben vorhin.
00:35:33: Auf den Anfang kommt es an damit sie in der Schule auf die Sachen zu begreifen können.
00:35:39: Müssen diese Sachen eben erst mal so installiert werden?
00:35:43: Ja, ich habe gestern noch gesagt, ja also Kinder die kommen auf die Welt und irgendwie vermutet man sie sind einfach kleine Erwachsene.
00:35:51: Und da ist irgendwie alles schon drin und auch das ganze Wissen usw.. gesagt, nee, die kommen auf die Welt und dann erleben sie die Welt.
00:35:58: Und Sie erleben die Welt am Beispiel, am Gegenüber an dem, der da gerade ist.
00:36:03: Es ist halt anders zum Beispiel hier bei mir in Düsseldorf.
00:36:06: also meine Kinder haben niemals gelernt dass so ein Regenwurm oder so das man da jetzt große Angst vorhaben muss und sich in Sicherheit bringen muss.
00:36:15: Jetzt gibt es aber sicherlich Gebiete auf der Welt wo es viele Schlangen gibt, die einfach giftig sind, wo Kinder sehr früh lernen zu achten.
00:36:25: Also es ist immer ganz unterschiedlich, was wir wo wie wir sozialisiert werden aber es findet immer am gegenüber statt.
00:36:33: Ja, immer am Gegenüber und
00:36:35: ihr seid ja auch gegenüber.
00:36:37: Braucht einfach ein Gegenüber um zu wachsen, zu lernen?
00:36:41: Jetzt sind die Kinder ja da und sie sind trotz der Rahmenbedingungen die da sind viele Dinge, die eben nicht so reguliert werden können wie sie sollten.
00:36:53: Und ich meine was Sie ja haben bei euch ist eine Umgebung, die sehr wohlwollend ist und eine Umgeben wo immer eine Bereitschaft da ist hey wir wollen dich sehen!
00:37:02: Wir müssen gucken wie unsere Kapazitäten hier sind aber wir sind immer bereit es zu tun.
00:37:07: auch das ist in vielen Einrichtungen nicht so, wo man... Ich höre unfassbar oft in Schulungen, unfass bar oft dass müssen die lernen Die sind halt nicht alleine.
00:37:21: Aber sie sagen, okay, okay?
00:37:23: Okay!
00:37:24: Sie müssen es lernen.
00:37:25: Aber oftmals wird dann gesagt wir lassen sie alleine weil sie das ja lernen müssen.
00:37:31: Nein allein können sie nichts lernen.
00:37:36: Es geht nicht.
00:37:37: Sie können mich nicht alleine lernen.
00:37:39: und dieses sie müssen es lernen unter welchen Bedingungen.
00:37:45: Das spielt einfach da rein.
00:37:47: Unter welchen Bedingungen müssen Sie es lernen?
00:37:49: Natürlich gibt es Dinge in der Entwicklung, die müssen gelernt werden.
00:37:52: Also das ist einfach nur unter welchen Rahmenbedingungen.
00:37:56: Ja, das muss man sich einfach fragen.
00:37:59: und wenn ich sehe dass wir eigentlich mit dreizehn Kindern noch gut dran sind weil es Krippen gibt, die fünfundzwanzig achtundzwantzig kleine Kinder haben wo Das für uns ja schon überfordernd ist.
00:38:19: Wir werden ja nicht, das sag ich auch gern den Eltern, wir leben eigentlich diese Realität die diese ganz kleinen Kinder leben im Alltag eigentlich nicht!
00:38:28: Wir werden nicht mit zwölf dreizehn weiteren Menschen in zwei Räume gesteckt bei den Größeren in einen Raum mit vierzehn oder fünfzehn Kindern und müssen gucken, dass wir mit allen irgendwie halbwegs klarkommen.
00:38:44: Das machen wir nicht als Erwachsenen.
00:38:46: Aber wir hätten zumindest die Fähigkeit dazu.
00:38:50: Zumindest für uns Grenzen zu setzen, zumindest für uns zu sagen das möchte ich nicht kommen wir nicht so nach Bleibt mir weg, das ist mein Kreis.
00:38:58: Ich möchte von dir nicht gedrückt, gekuschelt oder sonst was
00:39:00: werden.".
00:39:01: Aber das können die Kleinen ja eben nicht!
00:39:05: Das heißt sie brauchen immer erwachsene Menschen und man muss dafür sorgen dass genug gute Erwachsene um diese Kinder herum sind.
00:39:14: Und ich sage jetzt so klar Gute weil... Wir haben von der Gesellschaft ja gerade ein wunderbares Pilotprojekt, wo wir eine bindungssensible Kita aufbauen und der zentrale Punkt in dieser Geschichte ist dass die Mitarbeitenden ihre Biografie kennen.
00:39:36: Dass die Mitarbeiter selber aufgeräumt sind weil wenn ich mir vorstelle du bist Philipp Neufig Kennst du das und mag es kurz noch dazu was sagen?
00:39:46: Wie mir vorstelle, man ist wirklich am Anschlag nervlich auch.
00:39:51: Dann funktioniert das ja mit dem präfrontalen Cortex bei uns ja auch nicht.
00:39:56: Und dann ist eine Situation... Wir greifen ja auch nur auf alte Skills zurück!
00:40:01: Wir greiffen ja auch auf das zurück, was hinter unseren Buchstaben auf der Tastatur gespeichert ist.
00:40:06: Wenn ich das aber nicht weiß, kann ja alles Mögliche passieren.
00:40:10: Hast Du sowas schon mal erlebt?
00:40:13: Genau, also das ist wirklich was.
00:40:16: Das ist etwas, was auch immer wieder wenn wir in die Teams zusammenkommen, immer wieder thematisiert wird damit wir alle aufeinander achten und dass wir auch darauf achten um es kennenlernen wissen.
00:40:30: ich komme jetzt hier an den Punkt Ich kann nicht mehr und dann muss sich abgeben Und ich kenne das bei mir und ich weiß bei meiner Kollegin Dann gehen wir raus da dann gehen wir raus aus dieser Situation und das ist ganz wichtig.
00:40:45: Und ich muss meine Biografie kennen, und es reicht nicht mit Ich gehe da einmal drüber!
00:40:50: Das ist in meinem Beruf etwas was ich täglich bearbeiten darf.
00:40:55: Ja weil ich muss hingucken warum reagiere ich so?
00:41:00: Wie kann ich das verändern?
00:41:02: also was ist meine Geschichte?
00:41:06: Ohne das funktioniert's nicht aus meiner Sicht
00:41:09: Absolut nicht nur aus deiner Sicht und auch das ist wissenschaftlich evaluiert, wenn also Therapeutinnen müssen bevor sie mit Menschen und Klienten arbeiten.
00:41:20: Unfassbar viele Stunden Selbsterfahrung machen mit einem anderen Psychologen oder Therapeuten, um bei sich wirklich klarzukriegen was ist damit die Situation, die da kommen auch in der Elternarbeit dass ich meine Dinge nicht projiziere auf diese Situation.
00:41:37: Oder dem Kind halt wirklich ein gegenüber sein kann wo es eine aufgeräumte Fläche sieht und nicht noch die Dinge mit annimmt, die bei mir los sind weil diese ganz kleine sind ja so offen und die saugen ja alles auf.
00:41:52: Und dann wäre für mich als Mutter- und Vater, wäre es wichtig dass die Menschen, die so viel Zeit mit meinem Kind verbringen auch ein gutes Gegenüber ist also das mein Kind die Möglichkeit hat wirklich was Gutes für sich mitzunehmen.
00:42:05: wo ich gerade vom Zeitsprecher wir haben also manchmal Betreuungszeiten.
00:42:09: Ich weiß nicht wie das bei euch in der Einrichtung ist aber es gibt ja Betreuingszeiten die über dreißig Stunden hinausgehen oder auch mal vierzig Stunden Auch fünfzig Stunden, auch das gibt es.
00:42:19: Also bei Kindern scheint es kein Arbeitsschutzgesetz zu geben.
00:42:23: Wie ist das denn?
00:42:24: Bleibt dann eine Erzieherin die vierzig Stunden mit diesem Kind zusammen, weil es braucht eben dieses Gegenüber?
00:42:31: Nein, das ist tatsächlich noch ein Thema total wichtig, weil wir zum Beispiel haben von sieben bis siebzehn Uhr offen vom Montag bis Freitag.
00:42:42: so keiner von uns arbeitet von Licht bis Licht, sage ich jetzt mal.
00:42:50: Meine Kollegin hat die Vollzeitkraft, die ist noch sehr lang so da.
00:42:58: Meistens bis sechszehn Uhr deckt sie dann ab und ich bin von acht bis fünfzehn uhr dreißig also vor acht ist nur meine Kollegin einmal da.
00:43:08: Wir sind dann nicht Ansprechpartner und wir kommunizieren das auch mit den Eltern so.
00:43:12: Und wir bitten auch die Eltern, also wir üben leider auch ein bisschen Druck auf die Eltern aus weil wir einfach gucken was das Kind braucht und wir versuchen immer irgendwie mit den Eltern zusammenzukommen.
00:43:24: Wir haben natürlich auch Verständnis die Eltern möchten wollen müssen arbeiten aber wie kommen wir zusammen sodass dass wir auch den Blick beim Kind behalten?
00:43:37: Und wir bitten die Eltern gerade am Anfang und gerade, wenn sie so klein sind.
00:43:43: Um acht Uhr dreißig ist die Krippe offiziell offen.
00:43:46: Ja vorher ist auch nochmal zusammenlegen.
00:43:48: Ist nicht ganz ganz früh Dienst aber immer noch Frühdienst.
00:43:52: kommt bitte zu acht Uhr drei sich erst nach Feuer nicht und dann frühestens acht Uhr Nicht sieben Uhr.
00:43:58: Das sind noch mal ganz andere Räume, Kinder mögen das es gibt ihnen Sicherheit, Routine die gleichen Sachen ja Die gleiche Menschen vorfinden.
00:44:08: auch dass ist nicht einfach nicht gegeben weil wir werden halt krank wir haben Urlaub und so weiter.
00:44:13: Wir sind nicht zu stabil wie die Eltern.
00:44:16: das Ist was wo wir immer hingucken immer mit den Eltern ins Gespräch gehen oder bitte guckt dass ihr am Anfang dass es maximal maximal.
00:44:27: Ja, das schatten wir auch immer wieder leider nicht immer.
00:44:33: ganz oft wird es dann auch so gemacht dass man halt so jeden Tag fünf oder zehn Minuten später kommt.
00:44:40: Das ist auch eine Geschichte!
00:44:44: Ich auf
00:44:45: Eiweiß gesagt zu meinen Eltern, wirklich dieses fünf bis zehn Minuten hat sich so eingeschlichen und ich habe mit denen geredet und gerede.
00:44:53: Irgendwann hab' ich gesagt Liebe Leute!
00:44:55: Ich hab eine Neuerung.
00:44:56: Da vorne ist ein Latern-Mass da wird es jetzt dem nächsten Schließanlage geben Und um Punkt was wir ausgemacht haben, werden die Kinder dort befestigt.
00:45:06: Ihr könnt sie dann mit einem Kenncode dort in Empfang nehmen!
00:45:10: Wir haben alle furchtbar gelacht.
00:45:11: das war auch nicht böse gemeint.
00:45:12: aber um noch deutlich zu machen hey ich habe auch Termine, ein Leben, Kinder...
00:45:20: Ja genau also das.
00:45:23: und wirklich diese Frage wie viele Stunden Sie bei uns sind?
00:45:28: Was Sie da alles mitmachen Kann das ja mal kurz beschreiben.
00:45:33: Also unser eigenes Eingewöhnungskind, was jetzt noch nicht so lange bei uns ist... Die hat es ich sage mal ganz gut gemeistert.
00:45:44: Das ist auch noch ein Thema ne?
00:45:46: Also die hat es gut gemalt sehr offen und da muss man auch als Fachkraft sehr aufpassen sich nicht davon leiten lassen.
00:45:54: Auch Joa!
00:45:54: Das läuft hier.
00:45:57: Das ist nicht so einfach.
00:45:59: Und das passiert aber gerade, wenn es so viele Kinder sind und auch da... und dass es sich das erste Kind, wo wir das so ganz deutlich sehen, es gibt am Nachmittag einen Punkt, da können sie nicht mehr.
00:46:12: Sie sitzen dann auf dem Schoß.
00:46:15: Sie brauchen ihre Bezugspersonen, Ihre primäre Bindungspersonen Weil sie können nichts mehr aufnehmen, sie können nicht mehr spielen.
00:46:26: Sie können nur noch auf dem Schoß sitzen damit sie halbwegs reguliert bis zum Schluss durchhalten.
00:46:33: und oft geht es ja nach der Krippe oft erst los weil dann auch viele Aktivitäten noch stattfinden und auch diese sozialen Geschichten für die Eltern wollen die ja auch irgendwie gestillt haben.
00:46:46: und da gibt es noch Gruppen oder Treffen oder hin und her Und das Kind hat ja schon, wie du gerade sagst den ganzen Tag unfassbar viel kooperiert.
00:46:55: Das war eines unter vielen was für ein so kleines Kind eigentlich ein No-Go ist.
00:47:02: Außer es hat diesen Schatten primäre Bezugsperson ständig in der Nähe.
00:47:07: dann kann auch eins unter vielen sein und ich meine das kennen Eltern wenn es mal viel Programm gab.
00:47:12: meinetwegen ist grad eine Feier man musste in die Stadt und das Kind musste mit und man war immer als Regulationsperson dabei Und trotzdem ist das Kind fix und aller am Abend.
00:47:22: Man war ja trotzdem immer dabei, jetzt stellt man sich das mal potenziert vor diese ganze Nummer muss das Kind auch noch alleine meistern was es eigentlich noch gar nicht kann!
00:47:32: Das ist eine wissenschaftlich evaluierte Geschichte, dass es nichts ausgedachtet ist sondern ein Kind braucht eben das was du so wundervoll geschildert hast.
00:47:42: Braucht es?
00:47:44: Nicht nur ab und zu darf nicht sein, dass das nicht immer gegeben ist.
00:47:50: Es muss immer gegeben sein!
00:47:52: Natürlich wenn es mal eine Ausnahme, aber das muss eine maximale Ausnahme sein, aber wir haben ja die Umkehr.
00:47:57: Das ist eigentlich die Regel und viele... Also das ist mir auch noch einmal wichtig diese Krippenzeit, die so unfassbar wichtig zur Fundamentgestaltung.
00:48:10: Das heißt, wenn die Kripenzeit zu Ende ist und die Kinder dann so dreieinhalb Jahre alt sind dann ist das nicht vorbei.
00:48:19: Nein, genau.
00:48:19: Weil die Kinder nehmen ja ein... Die nehmen das ja mit!
00:48:22: Das heißt wir haben ja ihre Zukunft gestaltet.
00:48:25: Sie sind so oh, wir haben die Krippe geschafft.
00:48:28: Wir können durchatmen.
00:48:29: Ja alles was aber da geschafft wurde ist jetzt Realität dieses Kindes als Mensch.
00:48:39: Es hört er auch nicht auf ich habe es ja vorhin schon mal angesprochen, auch dass dieser Denken ein Kind ab drei braucht dann nicht mehr so viel Aufmerksamkeit.
00:48:47: Nein dem ist nicht so und da geht das einfach weiter.
00:48:53: Auch da braucht es kind eine verlässliche Person die da ist.
00:48:57: Auch Da müssen alle die Emotionen, wo Gefühle Körperreaktion alles mit reinfließt.
00:49:06: Da muss jemand da sein.
00:49:08: Und darüber beziehen wir aber auf wie der Personal.
00:49:11: Weil das Kind ist ja schon bereit.
00:49:14: Das wird so abgetan, es ist jetzt schon groß.
00:49:21: Jetzt sind sie ein Jahr, auch sind sie ja schon groß!
00:49:25: Es kann ja viele Dinge noch gar nicht.
00:49:27: Nein!
00:49:27: Ich bin schon groß, da muss ich auch anfangen Rücksicht zu nehmen auf andere Kinder.
00:49:33: aber ich kann das noch nicht.
00:49:34: es geht noch nicht weil ich halt diese Fähigkeit mich in anderen Menschen hineinzuversetzen also dieses sogenannte Theory of Mind Ja Das ist etwas was ein Kind erst jenseits also drei vier beginnt aus.
00:49:50: und ich habe Kinder die sind schon in der Schule und können diesen, es gibt so einen Test den man da ja machen kann.
00:49:57: Diesen Selly- und Endtest, die das nicht... Also die immer noch denken, sie sich da nicht reinfühlen können.
00:50:03: Und das zu erwarten von einem Dreijährigen, dass es weiß mein Verhalten löst etwas im Gegenüber aus.
00:50:10: Das heißt ich habe eine Verantwortung für meinen Verhalten.
00:50:13: Das kann diese Verantwortung ja noch gar nicht übernehmen.
00:50:16: also eine totale Überlastung des Systems permanent jeden Tag.
00:50:28: Sehr schöne Ausdruck.
00:50:30: Ja, das geht nicht und ja es muss ein Umdenken stattfinden.
00:50:41: Transgrabierend und eigentlich müssten wir alle Eltern und Pädagogen alles niederlegen und die Straßen füllen.
00:50:52: ich weiß gar nicht was sonst passieren soll.
00:50:55: noch
00:50:58: Ja!
00:50:59: Ich glaube auch, also die Eltern wie gesagt.
00:51:04: Es geht nicht darum dagegen zu sein sondern es geht dann darum die Rahmenbedingungen so zu gestalten dass es fürs Kind gut ist.
00:51:17: Ich persönlich wünsche mir schon das Kinder vor achtzehn Monaten gar nicht in Einrichtungen sind.
00:51:21: Das möchte ich einfach mal so sagen und noch lieber halt erst gegen zwei weil sie dann einfach nochmal ihre Bindung festigen können und da Antworten bekommen, die sie einfach brauchen.
00:51:35: Aber trotzdem es braucht andere Rahmenbedingungen um einfach die Kinder so zu begleiten wie sie's auch brauchen.
00:51:45: Bis ich verdient
00:51:46: bin?
00:51:46: Das ist
00:51:47: im Grundrecht!
00:51:49: Ja und so... Es fängt da an eine Gesellschaft wollen, die ich sage mal sich kennt.
00:52:02: Sich regulieren kann auf andere zugehen kann, empathisch sein kann.
00:52:09: Das ist ein ganz anderes Miteinander in der Gesellschaft aber es fängt halt bei den ganz kleinen an.
00:52:16: da müssen wir ansetzen
00:52:19: und das als Investment für sein Kind weil wir alle wünschen uns Kinder, die sind jetzt erwachsen.
00:52:26: Also meine Jüngste ist achtzehn und das was ich mir wünsche für meine Kinder ist dass sie wissen wer Sie sind in dieser Welt und dass sie Das auch da auch zu stehen können.
00:52:41: Und dafür brauchen sie aber wenn sie ganz klein sind quasi jemanden der neben ihnen steht und ihnen das stellvertretend Für sie immer wieder sagt weil das aufgenommen wird.
00:52:54: Ich möchte nicht, dass mein Kind wenn es erwachsen wird Dinge tut nur tut dies von weil es andere von ihm erwarten oder ihr und so ihr sein eigenes sogar nicht ausbilden kann.
00:53:05: Und ich finde das ist ein ganz wichtiges Investment von Eltern.
00:53:09: aber es findet am Lebensanfang statt.
00:53:12: Es findet dort primär dort statt und die Menschen die am Lebens anfang dieser Aufgabe übernehmen Wundervolle Menschen, die diese Aufgabe übernehmen müssen so aufgestellt sein dass sie dies auch leisten können.
00:53:28: Und wie du eben sagtest ich habe die Arme hochgerissen.
00:53:30: wir müssen einfach mal alles niederlegen und auf die Straße gehen.
00:53:34: Wir hätten Macht weil bei euch in der Einrichtung es gibt so eine Anzahl an Erzieherinnen oder Erziehern Und wenn die jetzt auf die Straße gehen, okay.
00:53:43: Aber die Kinder sind ja alle da und die Kinder haben Eltern.
00:53:47: Die Eltern sind am Ende die größte Gruppe und die Eltern sind die, die für die Wirtschaft stehen.
00:53:53: Eltern haben sehr viel Macht, wenn sie sie denn auch in Anspruch nehmen würden.
00:53:59: Ja, Eltern sind total eingebunden.
00:54:03: Eltern habe keine Zeit und keine Kapazität.
00:54:05: Ich verstehe es total aber dafür gibt es zum Beispiel uns Wo wir gesagt haben, hey!
00:54:12: Wir machen diesen Job.
00:54:14: Aber wir brauchen Unterstützung.
00:54:16: Die Eltern sind wichtig ohne die geht es nicht.
00:54:19: und wenn man sich jetzt fragt zum Ende des Podcasts hin was kann man denn tun?
00:54:23: Dann wäre das eine ganz große Bitte.
00:54:26: wenn dir dieser Podcast gefallen hat unser Gespräch zwischen Janine und mir und du denkst mein Gott das müsst ihr jemand hören bitte leid es weiter kopier es in dein WhatsApp Status.
00:54:38: Gibt es weiter, also dass viele, viele Menschen das hören?
00:54:41: Wenn die sagen oh ja wir würden gerne unterstützen.
00:54:44: Es gibt die Möglichkeit bei uns Mitglied zu werden da muss man gar nichts machen.
00:54:48: einfach nur Wir haben dann eine Stimme mehr.
00:54:51: Nur solange wir ganz klein sind Haben wir wenig Möglichkeiten und den Verantwortlichen gegenüber auch aufzustellen.
00:55:00: Wir werden einfach nicht ernst genommen, wir haben als Gesellschaft einen wissenschaftlichen Beirat.
00:55:04: das heißt alles was wir irgendwo besprechen wird immer durch ganz viele Leute nochmal überprüft und evaluiert dass es nicht am Ende irgendein Quatsch ist oder eine Idee von jemand der da persönlich irgendetwas sagen will.
00:55:18: also Es ist schon wirklich ne sehr gute Geschichte die wir hier auf die Beine gestellt haben.
00:55:22: Also führt euch angesprochen und motiviert uns da zu unterstützen.
00:55:27: Das mal als kleiner Werbeblock für uns selber an dieser Stelle.
00:55:30: Janin, leider sind wir schon voll über der Zeit.
00:55:34: Ich könnte noch dreißig Stunden mit dir weiter sprechen.
00:55:38: Würde dir gern, obwohl du hast schon viel gesagt, als Schlusswort was wäre so dein
00:55:46: Appell
00:55:47: oder deinen Wunsch so?
00:55:49: An Verantwortliche, sei es Politik, Wirtschaft, Eltern.
00:55:54: Was darf sich ändern?
00:55:56: Es darf sich die Gruppengröße ändern und der Schlüssel unbedingt.
00:56:00: Also das ist wirklich mein größter Wunsch an die Politik dass da hingeschaut wird und dass da die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die einfach richtig fürs Kind sind und nicht richtig für die Politik oder die Zahlen sondern mit dem Fokus aufs Kind.
00:56:20: Das würde ich mir wünschen.
00:56:22: Und damit mit dem Fokus auf uns und die gesamte Gesellschaft.
00:56:26: Kinder sind ja unsere Zukunft, die Kinder bilden die Gesellschaft.
00:56:30: Das heißt das was wir heute sehen werden wir irgendwann ernten.
00:56:34: also wir nicht nur das Kind sondern wir.
00:56:35: aber das bildet auch unsere Gesellschaft ab.
00:56:38: und das wünschten ja dass es gibt gar keine Ausrede mehr.
00:56:45: Früher war ja immer, wir haben viel zu wenig Fachkräfte.
00:56:48: Aber bei rückgehenden Kinderzahlen und vielen Kitas die jetzt sogar vorm Ausstehen, die sogar schließen müssen weil es zu wenig Kinder gibt,
00:56:57: gibt es diese
00:56:58: Ausrede gar nicht mehr.
00:57:00: Genau.
00:57:00: Lieber Antwortlichen!
00:57:02: Also wir nehmen euch das nicht mehr ab.
00:57:04: Ja genau und das ist Tatsache.
00:57:06: Ja.
00:57:06: Genau Janine danke Danke Danke Danke.
00:57:11: Vielleicht machen wir noch eine Folge zwei
00:57:14: Vielleicht, ich danke dir auch.
00:57:16: Es hat ganz viel Spaß
00:57:17: gemacht!
00:57:18: Tschüss Johnny!
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